Förderende alter Anlagen abgewendet


Photovoltaik-Pioniere profitieren weiterhin

Das EEG feiert sein 20-jähriges Jubiläum, über das sich seit kurzem vor allem Photovoltaik-Pioniere wieder freuen können. Im aktuellen BIGGEBLICK informieren wir darüber, dass der angedachte Förderstopp für Solar-Vorreiter ab 2021 gekippt wurde – und zwar erst kürzlich im Dezember.

Bis 2027: Betreiber froh über Förder-Verlängerung

Im vergangenen Juni hatte sich die Bundesregierung bereits für Konjunkturmaßnahmen ausgesprochen, um unserer Wirtschaft während der Pandemie Aufschwung zu geben. Hierfür hat sie unter anderem beschlossen, die EEG-Umlage von 6,756 Cent/kWh auf 6,5 Cent/kWh zu senken. Ohne politisches Eingreifen wäre die EEG-Umlage kontinuierlich gestiegen. Zuletzt durften sich Photovoltaik-Befürworter sogar noch über eine weitere Gesetzesanpassung freuen.

Wer nämlich zu den Wegbereitern der Photovoltaik gehört, sah dem aktuellen Jahr unter Umständen mit gemischten Gefühlen entgegen. Hintergrund: Ab 2021 sollten die im EEG festgeschriebenen Förderungen für all jene Anlagen, die 2000 in Betrieb genommen wurden, eigentlich auslaufen. 

Regierung rudert zurück

SPD und Union verkündeten wie schon erwähnt bereits im Dezember, dass Ü-20-Betreiber weiterhin bis 2027 mit einer Einspeisevergütung rechnen können.

Die Vergütung für Altanlagen richtet sich fortan nach dem Marktwert. Dieser beträgt 3 bis 4 Cent pro Kilowattstunde abzüglich einer Vermarktungsgebühr von 0,4 Cent. Somit dürfen Betreiber nach wie vor mit einer Vergütung in Höhe von ca. 2,6 bis 3,6 Cent pro Kilowattstunde rechnen.

Außerdem: Alt- und Neuanlagen mit bis zu 7 Kilowatt Leistung müssen nicht wie zuvor noch vorgesehen mit intelligenten Smart Metern ausgestattet werden. Bei Anlagen mit mehr als 7 Kilowatt Leistung garantieren diese jedoch schon jetzt viele Vorteile, zum Beispiel genauere Bilanzierungen oder digitale Überprüfbarkeit – auch aus der Ferne. Ebenfalls bleibt jeglicher Eigenverbrauch unter 30 Kilowatt künftig von der EEG-Umlage befreit. 

Verlängerung der Förderung kommt dem Klima zugute

Die Förderverlängerung gibt außerdem dem weiteren Anlagen-Betrieb zur Gewinnung erneuerbarer Solarenergie Aufschwung. Betreiber, die ihre PV-Anlage schon vor 20 Jahren installiert haben, freut das natürlich ganz besonders. Ebenfalls zahlt die fortlaufende Bezuschussung von Ü-20-Anlagen auf das Erreichen der European Green Deal-Ziele ein. Mit diesem Konzept wird beabsichtigt, jegliche Treibhaus-Emissionen bis 2050 in Europa auf einen Nullstand zu reduzieren – es ist kein Geheimnis, dass sich Solarenergie in dieser Mission als bedeutendes Puzzleteil erweist.

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