03.06.2019

Bigge-Wasserkraft unterstützt Stromnetzstabilität


Was haben das europäische Stromverbundnetz und das Radfahren gemeinsam? Es läuft perfekt, wenn die Frequenz stimmt. Das ist beim Radeln die Trittgeschwindigkeit. Geht es bergauf, ist es schwer, im Tritt zu bleiben. Fährt man mit weniger „Last“ bergab, dreht sich der Effekt um. Ähnlich verhält es sich auch beim Stromnetz. Das braucht eine permanente Netzfrequenz von 50 Hertz. Die Herausforderung: Heute sind vermehrt regenerative Energien im Einsatz. So kann es bei Windstille oder beim Wegfall von Sonnenenergie, vor allem im Winter, zu Schwankungen kommen. Damit die Netzfrequenz stabil bleibt, ist dann die sogenannte Regelleistung notwendig.


Die Kraft aus der Bigge für mehr Energiesicherheit

Mit unserem umweltfreundlichen Strom aus der Biggetalsperre unterstützen wir jetzt diese Regelleistung. Das Wasserkraftwerk erzeugt zusätzlich zu den regenerativ erzeugten Energien seit Mitte Mai auch bis zu drei Megawatt an Primärregelleistung. Diese schnell verfügbare Energie aus dem heimischen Speicherkraftwerk mit seinem Stauvolumen von 150 Millionen Kubikmetern hilft so mit, die regionale und nationale Netzstabilität zu sichern.

Damit die Kraft der Bigge dem Regelenergiemarkt zur Verfügung steht, musste das Kraftwerk präqualifiziert werden. Als einer der größten Betreiber von Wasserkraftwerken hat uns dabei Uniper als starker Partner maßgeblich unterstützt. Er übernahm die technische Anbindung sowie die Umsetzung und hat die Leistung an natürlicher Wasserkraft in den Uniper-Regelenergiepool aufgenommen. Gemeinsam können wir so einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten, effektiv am Regelenergiemarkt teilnehmen und gleichzeitig unserem Schwerpunkt auf saubere Energie und Nachhaltigkeit für unsere Region treu bleiben.